Roboter besprüht Motorradteile mit Farbe

28. April 2026

BMW Motorrad: Neue Lackieranlage in Berlin setzt Maßstäbe

Innovative Technologien für maximale Ressourceneffizienz

BMW Motorrad setzt mit einer neuen, hochmodernen Lackieranlage im BMW Group Werk Berlin einen Meilenstein in Richtung zukunftsfähiger Motorradproduktion. Mit einem Investitionsvolumen von über 50 Millionen Euro handelt es sich um die größte Einzelinvestition der BMW AG in die Motorradfertigung seit dem Neubau des Logistikzentrums am Berliner Standort im Jahr 2015.

Die neue Lackieranlage verfügt über eine Gebäudefläche von rund 4.300 Quadratmetern, eine Kapazität von bis zu 1,3 Millionen Bauteilen pro Jahr und ermöglicht eine hohe Variantenvielfalt von rund 90 Bauteilen in 20 Farben. Die vollautomatische Lackierung erfolgt im 57-Sekunden-Takt mittels hochpräziser Lackierroboter. „Mit der neuen Lackieranlage investieren wir gezielt in die Zukunft unseres Standorts. Sie verbindet modernste Produktionstechnologie mit einem klaren Fokus auf Ressourceneffizienz“, so Helmut Schramm, Leiter Produktion BMW Motorrad.

Deutliche Einsparungen bei Ressourcen und Emissionen

Die Einsparungen werden durch den Einsatz innovativer Technologien erreicht. Die Trockenabscheidung des Lack-Oversprays reduziert den Wasserverbrauch voraussichtlich um rund 86 Prozent und die zu entsorgende Abfallmenge um circa 89 Prozent im Vergleich zur bestehenden Anlage. Der Lacknebel wird über spezielle Filter aufgefangen statt wie bisher mit Wasser gebunden, wodurch die Entstehung von nassem Farbschlamm vollständig entfällt.

Durch Umluftbetrieb der Lackierkabinen, Wärmerückgewinnung aus der Anlagentechnik und strombasierte Beheizung der Trocknungsanlagen wird der Energieverbrauch voraussichtlich um rund 47 Prozent gesenkt. Insgesamt können die CO₂-Emissionen voraussichtlich um etwa 85 Prozent im Vergleich zur bestehenden Lackieranlage reduziert werden. Bereits seit 2020 bezieht die BMW Group ihren kompletten Fremdstrombedarf für die weltweiten Produktionsstandorte, einschließlich des Werks Berlin, aus erneuerbaren Energiequellen.

Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin: „Die Investition ist ein klares Bekenntnis der BMW Group zum Berliner Standort und zur Zukunft der industriellen Wertschöpfung in unserer Stadt. Diese Entscheidung stärkt Arbeitsplätze und sichert wichtiges Know-how in Berlin.“