BMW Wasserstoffbrenner

Nachhaltige Innovationen im BMW Group Werk Leipzig

BMW Group pilotiert im Werk Leipzig einen flexiblen Wasserstoffbrenner in der Lackiererei und schafft acht neue Produktionslinien für E-Komponenten.

Leipzig. Als weltweit erstes Automobilwerk bringt das BMW Group Werk Leipzig in seiner Lackiererei eine neu entwickelte Brennertechnologie an den Start. Neben Erdgas nutzt der Standort nun auch grünen Wasserstoff. Das BMW Group Werk prüft, ob sich der CO2-intensive Einsatz des fossilen Energieträgers Erdgas reduzieren lässt. „Dieser technologische Durchbruch unterstreicht unsere Innovationskraft und unseren Willen, die Nachhaltigkeit unserer Produktion kontinuierlich zu verbessern”, sagt Milan Nedeljković, Produktionsvorstand der BMW AG.

Die Reduktion von CO2-Emissionen ist ein zentraler Anspruch der BMW iFACTORY. Sie umfasst neben dem Schwerpunkt GREEN, der für Nachhaltigkeit, Ressourcenoptimierung und Zirkularität steht, die Schwerpunkte LEAN und DIGITAL. Bis 2050 will die BMW Group komplett klimaneutral sein und unterstützt damit das Pariser Klimaabkommen mit seinem Ziel von maximal 1,5 Grad Erderwärmung.

Der erste brennstoff-flexible Brenner für einen Lacktrockner ist seit kurzem in Leipzig in Betrieb. Das Besondere daran: Der Brenner kann Wasserstoff (H2) und das Erdgas Methan (CH4) sowohl allein als auch im Gemisch verbrennen. Die Umstellung der Brennstoffe kann im laufenden Betrieb erfolgen. Der Einsatz erfolgt zunächst im Pilotbetrieb. Das innovative Brennersystem hat die BMW Group in Kooperation mit der Firma Saacke aus Bremen entwickelt. Das Fraunhofer Institut IFF in Magdeburg unterstützt bei der Integration des Sicherheitskonzepts.

Batterieproduktion Leipzig

E-Komponenten-Fertigung hochgefahren

Ihren Willen zu weniger CO2-Emissionen zeigt die BMW Group auch mit Investitionen in die Elektrifizierung. Daher baut das Unternehmen am Standort Leipzig die Kapazitäten für die E-Komponentenfertigung bis 2024 um acht Produktionslinien aus. Das gab das Unternehmen im Oktober im Rahmen der Veranstaltung „Green Day“ im BMW Group Werk Leipzig bekannt. Die zwei bereits bestehenden Batteriemodul-Linien werden im kommenden Jahr durch eine weitere Linie sowie durch fünf Zelllacklinien erweitert. Im Jahr 2024 folgt die Inbetriebnahme zweier neuer Hochvoltbatterie-Montagelinien. Die Leipziger Hochvoltbatterien kommen unter anderem in der vollelektrischen Version des MINI Countryman, der künftig am Standort Leipzig gefertigt werden wird, zum Einsatz.

„Die BMW Group war und ist Vorreiter bei der Transformation der Mobilität hin zu elektrischen Antrieben“, sagt Milan Nedeljković. „Und auch in Zukunft werden wir unsere führende Rolle beibehalten.” Als Geburtsstätte des BMW i3 hat der Standort Leipzig dabei eine besondere Bedeutung.“ Von 2013 bis zum Sommer 2022 wurden hier mehr als 250.000 vollelektrische BMW i3 und mehr als 20.000 des Plug-in-Hybrid-Sportwagen BMW i8 gebaut. Die freigewordenen Flächen sowie die Kompetenzen der Mitarbeitenden werden nun für die Fertigung von E-Komponenten genutzt. Bereits heute sind mehr als 700 Mitarbeitende in der Batteriekomponenten-Fertigung am Standort Leipzig tätig, bis 2024 werden es mehr als 1.000 Mitarbeitende sein.

„Wir treiben die Transformation zur Elektromobilität konsequent voran“, sagt Markus Fallböhmer, Leiter der Motoren- und E-Antriebsproduktion bei der BMW AG. „Dafür bauen wir unser Netzwerk für die E-Antriebsproduktion weiter aus. Ab 2024 werden wir neben Dingolfing auch am Standort Leipzig die gesamte Prozesskette der Hochvoltbatterie-Fertigung abbilden.“